Sozialberatung

Beratungs- und Betreuungsangebote der Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland
1992 betrug die Zahl der Arbeitslosen ungefähr 8.800. Sie stieg bis 1998 auf fast 12.300 an.
Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 1997 bei 17,2 % und hätte ohne arbeitsmarktpolitische Hilfen des Arbeitsamtes bei über 20 % gelegen.
Der Anteil der Personen, die länger als 1 Jahr ohne Erwerbsarbeit waren, stieg auf über 40 %, was eine Verfestigung der Arbeitslosigkeit für fast die Hälfte aller Erwerbslosen bedeutete.
Parallel zur steigenden Erwerbslosigkeit nahm auch die Sozialhilfe zu, denn der Hauptgrund für die Verarmung ist Arbeitslosigkeit.
Waren 1995 allein in der Stadt Wilhelmshaven 4.638 Menschen auf Sozialhilfe angewiesen, so stieg diese Zahl auf 7448 im April 1997.
Mit diesen Bedingungen wollten sich vor einigen Jahren Betroffene nicht abfinden.
Erwerbslose gründeten 1993 die Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland.
Am 05.07.1994 ist daraus ein gemeinnütziger "Verein der Arbeitslosen in Wilhelmshaven/Friesland e.V." mit Beratungsstellen in Bockhorn, Jever, Sande, Schortens, Varel und Wilhelmshaven geworden.
Finanziert wurden die Projektkosten durch Mitgliedsbeiträge, ABM, Spenden, von Einzelpersonen, Zuschüsse der Stadt Wilhelmshaven, des Landkreises Friesland und mehreren kreisangehörigen Städten und Gemeinden gemeinsam mit dem Land Niedersachsen durch die "Richtlinie über die Gewährung und Zuwendung zur Förderung von Arbeitslosen- und Sozialhilfeinitiativen" (FAS-Programm).
Das Arbeitsmarktprogramm des Landes ist zum 01.01.2005 ersatzlos gestrichen worden, sodass der Verein den größten Zuschussgeber verloren hat.
Der aus dem FAS-Programm gezahlte Zuschuss in Höhe von jährlich 22.000 € kann von der Arbeitsloseninitiative nicht durch Eigenmittel aufgefangen werden.
Dadurch wird es immer schwieriger, die unabhängige, ganzheitliche Sozialberatung aufrecht zu erhalten.
 
Mit der hohen Arbeitslosigkeit in Wilhelmshaven und Friesland begründet sich einerseits der quantitativ sehr hohe Beratungsbedarf.
Andererseits steigen die Anforderungen an die Sozialberatung durch die schnelle Abfolge gesetzlicher Reformen, Verordnungen und Richtlinien in der Sozialgesetzgebung, Sie machen nicht nur die permanente Weiterbildung der Berater notwendig, sie verunsichern vor allem die Ratsuchenden und machen Menschen in diesem Lande zu Ratlosen.
 
Ab dem 1. Januar 2005 sind u. a. zwei Sozialgesetze eng miteinander Verknüpft, das Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung für Arbeitssuchende), besser bekannt unter "Hartz IV" und das Sozialgesetzbuch III (Arbeitslosengeldes I).
Die alte Regelung mit der Arbeitslosenhilfe und der Sozialhilfe gibt es in der alten Form nicht mehr.

Sozialberatung
Die ganzheitliche Sozialberatung ist das Kernstück unserer Arbeit.
Wozu Sozialberatung und für wen wird sie angeboten?
In Anlehnung an die Adressaten des neuen Arbeitsförderungsrechtes lassen sich die Zielgruppen der Sozialberatung in
 
  • Arbeitnehmer
  • Betriebsrat / Personalrat
  • Träger von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen
Verein der Arbeitslosen in Wilhelmshaven / Friesland e.V. - Spendenkonto: Sparkasse Wilhelmshaven,
Konto-Nr. 2 520 815, BLZ 282 501 10, IBAN: DE85282501100002520815, BIC: BRLADE21WHV